Stromversorgung in Freiburg nach Unwetter wiederhergestellt
Nach einem nächtlichen Unwetter waren am Sonntagmorgen Teile Freiburgs ohne Strom. Der Netzbetreiber stellte die Versorgung nach Reparaturarbeiten wieder her.
Der Insolvenzverwalter der angeschlagenen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof, Arndt Geiwitz, hat harte Einschnitte angekündigt. Nur ein harter Kern werde von den jetzt 131 Kaufhäusern übrig bleiben, sagte Geiwitz am Dienstag dem WDR. Welche, das wird demnach in spätestens drei Monaten feststehen. Galeria hatte am Montag Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.
Die Zahl der im Wattenmeer lebenden Seehunde ist deutlich gesunken. Bei der jährlichen Zählung wurden im Sommer insgesamt 23.652 Seehunde gesichtet – die niedrigste Zahl seit dem Jahr 2011, wie das Gemeinsame Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven am Dienstag mitteilte. Bei den während des Fellwechsels beobachteten Tieren gab es einen Rückgang um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, auch die Zahl der Jungtiere sank um 22 Prozent.
Trotz Russlands Aussetzung des Getreide-Exportabkommens mit der Ukraine haben am Dienstagvormittag drei weitere Frachtschiffe mit Getreide ukrainische Häfen verlassen. Die Schiffe seien auf dem Weg zu dem sogenannten humanitären Seekorridor im Schwarzen Meer, teilte das Gemeinsame Koordinierungszentrum (JCC) in Istanbul mit.
Nach den erneuten russischen Raketenangriffen auf Kiew funktioniert die Wasser- und Stromversorgung in der ukrainischen Hauptstadt wieder. "Die Wasserversorgung der Häuser der Kiewer Bürger wurde vollkommen wiederhergestellt", schrieb Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am Dienstag in Online-Netzwerken. Auch die Stromversorgung funktioniere wieder.
Eine 37-Jährige ist im Beisein ihres 13-jährigen Sohns im schleswig-holsteinischen Heide auf einem Gehweg von ihrem Ehemann erschossen worden. Der 54-Jährige, der auch Vater des Jungen ist, sei am Montag neben der Frau aus einem Auto gestiegen und habe "unvermittelt" auf sie gefeuert, teilte die Polizei am Dienstag in Itzehoe mit. Er war demnach als Beifahrer in dem Auto unterwegs, ein Fahrer begleitete ihn.
Nach einem möglicherweise durch Klimablockaden behinderten Einsatz von Rettungskräften bei einem Verkehrsunfall hat die Berliner Landeregierung die Aktivisten ermahnt, keine Menschenleben zu gefährden. "Klimaproteste dürfen keine Menschen in Gefahr bringen", erklärte Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) am Dienstag. Wenn dies so gewesen sei, dann sei das "schlicht entsetzlich" und dürfe nicht wiederholt werden.
Die Sängerin Taylor Swift hat als erste Musikerin der Geschichte zeitgleich die zehn vordersten Plätze der US-Charts erobert. Angeführt vom Song "Anti-Hero" auf Platz 1 stammen die zehn bestplatzierten Stücke der Billboard Hot 100 von Swifts neuem Album "Midnights", wie der Branchendienst Billboard am Montag mitteilte. In der 64-jährigen Chart-Geschichte war das zuvor noch nie einem Künstler oder einer Künstlerin gelungen.
Eine US-Bundesrichterin hat die von Bertelsmann angestrebte Übernahme des US-Buchverlags Simon & Schuster gestoppt. Florence Pan begründete dies in ihrem Urteil am Montag mit wettbewerbsrechtlichen Bedenken: Die Regierung habe überzeugend dargelegt, dass der geplante Zusammenschluss den Wettbewerb auf dem Markt für "US-Verlagsrechte an potenziellen Bestsellern" entscheidend schwächen würde. Die ausführliche Begründung für das Urteil bleibt nach ihren Angaben aus Gründen vertraulicher Firmeninformationen unter Verschluss.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) dringt auf ein dauerhaftes Böllerverbot zu Silvester. "Wir fordern die Bundesregierung auf, dieser Forderung nachzukommen und diese archaische Schwarzpulverböllerei bereits für dieses Jahr ein für alle Mal zu beenden", erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Dienstag in Berlin. Dies sei durch eine einfache Änderungen der Sprengstoffverordnung möglich.
Der CDU-Außenpolitikexperte Jürgen Hardt hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dazu aufgefordert, bei seiner China-Reise die Menschenrechtslage in der Volksrepublik anzusprechen. Er würde sich dies von Scholz "wünschen", sagte Hardt am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Gleiches gelte für das Problem, dass Firmen aus Europa und den USA in China nicht ungehindert investieren könnten. Er wünsche sich, dass der Kanzler dies während seines Aufenthalts "so vorträgt".
Angesichts der ukrainischen Offensive zur Rückeroberung von Cherson haben die russischen Besatzungsbehörden in der südukrainischen Region die Evakuierung zehntausender weiterer Menschen angekündigt. "Wir werden bis zu 70.000 Personen neu ansiedeln und verlegen", sagte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Cherson, Wladimir Saldo, am Dienstag in einer Live-Sendung im Rundfunk. Betroffen sind demnach die Menschen auf einem 15 Kilometer breiten Streifen östlich des Flusses Dnipro.
Der CDU-Außenpolitikexperte Jürgen Hardt hat in der Debatte über die Menschenrechtslage in Katar vor der Fußball-Weltmeisterschaft "zu Zurückhaltung" gemahnt. Mittel- und langfristig sei in der Region nach seiner Überzeugung "Bewegung möglich", sagte Hardt am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Deutschlands Einfluss darauf werde jedoch durch eine "große Konfrontation" rund um die WM eher abnehmen. "Das wird eher dafür sorgen, dass wir uns weiter entfremden."
Der iPhone-Hersteller Foxconn in China versucht, seine Angestellten mit Bonuszahlungen zum Bleiben zu bewegen. Das Unternehmen kündigte am Dienstag im Netzwerk WeChat an, pro Anwesenheitstag 400 Yuan (55 Euro) auszuzahlen. Zuvor waren zahlreiche Arbeiter des weltgrößten iPhone-Werks regelrecht geflohen, weil das Werksgelände wegen eines Corona-Ausbruchs seit Mitte Oktober weitgehend abgeriegelt ist.
Der Gasverbrauch in Deutschland hat sich auch temperaturbereinigt stark reduziert. Im September verbrauchten Privathaushalte und Kleingewerbe einer Studie der Berliner Hertie School zufolge 36 Prozent weniger als unter normalen Umständen erwartbar. Die Industrie senkte ihren Verbrauch demnach um 19 Prozent.
Deutschlands erster Gruppengegner Japan setzt bei der Fußball-WM in Katar (20. November bis 18. Dezember) auf geballte Bundesliga-Power. Nationaltrainer Hajime Moriyasu berief gleich acht Deutschland-Legionäre in seinen 26-köpfigen Kader. Mit dabei ist auch der seit September verletzte Abwehrspieler Ko Itakura von Borussia Mönchengladbach.
Der saudiarabische Ölkonzern Aramco profitiert massiv von den steigenden Ölpreisen und damit indirekt vom russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Wie das Unternehmen am Dienstag in Riad mitteilte, stieg sein Nettogewinn im dritten Quartal um 39 Prozent auf 42,4 Milliarden Dollar (42,7 Milliarden Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte er noch bei 30,4 Milliarden Dollar gelegen. Der Zuwachs sei im Wesentlichen zurückzuführen "auf höhere Ölpreise und höhere Verkaufsmengen".
Eishockey-Ausnahmetalent Moritz Seider hat trotz seines zweiten Scorerpunkts der Saison das deutsche Duell mit Nationalspieler John-Jason Peterka in der NHL klar verloren. Der 21 Jahre alte Seider kam mit den Detroit Red Wings in der nordamerikanischen Profiliga gegen die Buffalo Sabres mit 3:8 unter die Räder, lieferte aber immerhin die Vorlage zum 2:4.
In Israel hat am Dienstag die fünfte Parlamentswahl innerhalb von vier Jahren begonnen. Die Wahllokale sollen für die Abstimmung über die 120 Sitze in der Knesset bis 21.00 Uhr geöffnet bleiben. Der langjährige frühere Regierungschef Benjamin Netanjahu erhofft sich von dem Urnengang eine Rückkehr an die Macht. Umfragen zufolge liegt seine konservative Likud-Partei vorn, dürfte aber auf die Unterstützung ultrarechter Parteien angewiesen sein, die zuletzt an Popularität zugelegt hatten.
Freitagsopfer for Future: Katholiken weltweit könnten einer britischen Studie zufolge einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn sie wieder vermehrt die jahrhundertealte Tradition des Fleischverzichts am Freitag pflegen. Wenn der Papst die Pflicht zum Fleischverzicht wieder weltweit aufstellen würde, wäre dies "eine wichtiges und mit wenig Aufwand verbundenes Mittel zur Reduktion von Treibhausgasemissionen", erklärte der Koordinator der Studie, der Agrarökonom Shaun Larcom von der Universität Cambridge.
Nach der Massenpanik in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul mit mehr als 150 Toten hat der nationale Polizeichef des Landes erhebliche Fehler eingeräumt. Die Polizei habe bereits vor dem Unglück bei Halloween-Feiern im wegen seines Nachtlebens beliebten Itaewon-Viertel von einer "großen Menschenmenge" erfahren, was ein "dringender Hinweis auf Gefahr" gewesen sei, sagte Polizeichef Yoon Hee Keun am Dienstag. Mit dieser Information sei aber "unzureichend" umgegangen worden.
Der frühere Schalker Erfolgstrainer Huub Stevens hat dem neuen S04-Chefcoach Thomas Reis für die ersten Tage im Amt ein gutes Zeugnis ausgestellt. "Er kann die Fans mitreißen. Ich habe am Sonntag bestimmte Momente gesehen, wo man sieht, dass gute Arbeit geleistet wurde", sagte der 68-jährige Niederländer in der ran Bundesliga Webshow: "Die Organisation war viel besser als vorher."
Die dreimalige Grand-Slam-Gewinnerin Angelique Kerber hat vehement widersprochen, dass sie ihre Karriere nach den Sommerspielen 2024 in Paris beenden will. "Ich habe nie gesagt, dass mit Olympia Schluss ist", sagte die Kielerin in einem Interview mit der Bild-Zeitung wenige Tage vor der Veröffentlichung ihrer Biografie "Eine Frage des Willens - mein Weg nach oben".
Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Verhandlungen über eine gemeinsame Landesregierung stellen SPD und Grüne in Niedersachsen am Dienstag (14.30 Uhr) in Hannover ihren Koalitionsvertrag vor. Beide Parteien beendeten ihre rund dreiwöchigen Gespräche über das neue Bündnis am Montag erfolgreich. Der bisherige und designierte künftige Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) soll in der konstituierenden Landtagssitzung am Dienstag kommender Woche im Amt bestätigt werden.
Bei der fünften Parlamentswahl in Israel innerhalb von vier Jahren hofft der langjährige frühere Regierungschef Benjamin Netanjahu am Dienstag auf eine Rückkehr an die Macht. Umfragen zufolge liegt Netanjahus konservative Likud-Partei vorn, dürfte aber auf die Unterstützung ultrarechter Parteien angewiesen sein, die zuletzt an Popularität zugelegt hatten. Für den amtierenden Regierungschef Jair Lapid könnte entscheidend sein, ob seine potenziellen Verbündeten genügend Stimmen erhalten.
Die Dänen wählen am Dienstag vorzeitig ein neues Parlament. Regierungschefin Mette Frederiksen muss dabei um ihre Wiederwahl bangen. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den von ihr geführten Sozialdemokraten und einem Bündnis aus rechten und ultrarechten Parteien voraus.
Im ungelösten Mordfall der "Lady of the Dunes" hat die US-Bundespolizei FBI fast fünf Jahrzehnte nach Entdeckung der verstümmelten Leiche das Opfer identifiziert. Seine Behörde habe die 1974 im US-Bundesstaat Massachusetts aufgefundene Frau nun als Ruth Marie Terry identifiziert, sagte FBI-Agent Joe Bonavolonta am Montag vor Journalisten in der Nähe von Boston. Die Identität der getöteten Frau sei mithilfe einer Kombination aus DNA-Analyse, historischen Aufzeichnungen und Ahnenforschung geklärt worden.
US-Präsident Joe Biden hat Energiekonzernen mit einer Übergewinnsteuer gedroht, falls sie ihre gestiegenen Profite infolge hoher Erdöl- und Gaspreise nicht an die Verbraucher weitergeben. Wenn die Unternehmen nicht die Produktionskosten senkten und ihre Fördermengen erhöhten, "werden sie höhere Steuern auf ihre Übergewinne zahlen und weitere Restriktionen erfahren", sagte Biden am Montag vor Journalisten. Regierungsmitarbeiter würden gemeinsam mit dem Kongress an dem Thema arbeiten.
Bundeskanzler Olaf Scholz hat während eines Telefonats mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Montag die von Russland erhobenen Anschuldigungen, dass die Ukraine den Einsatz einer "schmutzigen Bombe" vorbereite, als haltlos zurückgewiesen. Der Bundeskanzler sei sich mit dem ukrainischen Präsidenten einig gewesen, dass die unabhängigen Untersuchungen der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) hieran jeden Zweifel beseitigen würden, erklärte Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) begann unterdessen eigenen Angaben zufolge mit ihren Untersuchungen in der Ukraine.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat sich zuversichtlich gezeigt, dass der Sport aus der umstrittenen Vergabe der WM-Endrunde nach Katar seine Lehren gezogen hat. Dieser sei durch das Votum für den Golfstaat "sehr viel politischer geworden", sagte der 61-Jährige am Montagabend im ZDF heute journal: "Und wir werden, glaube ich, eine Vergabe ohne Berücksichtigung solcher Themen wie Nachhaltigkeit, wie Menschenrechte nicht mehr erleben."
Bundeskanzler Olaf Scholz hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj während eines Telefonats am Montag weitere umfassende Hilfe zugesagt. Deutschland werde nicht nachlassen, die Ukraine politisch, finanziell und humanitär sowie in der Verteidigung ihrer Souveränität und territorialen Integrität konkret zu unterstützen, einschließlich bei Waffenlieferungen, sagte der Bundeskanzler laut einer Pressemitteilung von Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Der Bundeskanzler verurteilte demnach auch den anhaltenden gezielten Beschuss ziviler Infrastruktur in der Ukraine durch die russischen Streitkräfte.
Kevin Trapp geht mit Eintracht Frankfurt ohne besondere Nervosität in das "Endspiel" um das Achtelfinale in der Champions League bei Sporting Lissabon. "Das ist mehr Freude als Druck", sagte der Nationaltorhüter auf der Pressekonferenz: "Es ist etwas Historisches, was wir schaffen können. Das ist mit das Schönste, was du als Sportler erleben kannst."
Angeführt vom Olympiazweiten Lukas Dauser ist einen Tag nach dem Frauenteam auch die deutsche Männerriege bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Liverpool bereits nach der Qualifikation ausgeschieden. Nach mehreren Stürzen war schon vor dem letzten Durchgang der Vorrunde der angepeilte achte Platz nicht mehr zu erreichen, zunächst stand Rang neun zu Buche.