Bundesnetzagentur zu Füllständen der Gasspeicher: Nicht in Hektik verfallen
Der Chef der Bundesnetzagentur hält Sorgen angesichts der aktuellen Füllstände der Gasspeicher für unangebracht. Er könne zwar emotional verstehen, "sich Mitte Mai schon volle Speicher zu wünschen", sagte Klaus Müller den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Wochenende. "Ökonomisch und auch physikalisch ist das aber nicht notwendig."
Deutschland habe sich "glücklicherweise nach dem russischen Überfall auf die Ukraine diversifiziert", also auf eine breitere Basis gestellt, fuhr der Behördenchef fort. Er verwies auf die vier Flüssiggasterminals an Nord- und Ostsee, die bereits im vergangenen Winter "stark geholfen" hätten. Gasspeicher seien zwar immer noch wichtig, "aber diese Fixierung, wie sie in 2022/2023 noch richtig war, die ist so nicht mehr notwendig".
Die Lage im Iran mache es für die Gashändler nicht leichter, trotzdem sei zuletzt Gas eingespeichert worden. Die großen Speicher in Deutschland könnten binnen 30 Tagen befüllt werden, sagte Müller dem RND weiter. "Man muss jetzt nicht in Hektik verfallen."
W.Herrera--GBA