Gazeta Buenos Aires - Hohe Beteiligung bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

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Hohe Beteiligung bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern
Hohe Beteiligung bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern / Foto: Gregor Fischer - AFP

Hohe Beteiligung bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab als vor fünf Jahren. Bis 14.00 Uhr gaben 40,7 Prozent der 1,3 Millionen Wahlberechtigten in den Wahllokalen ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter in Schwerin am Sonntagnachmittag mitteilte - 2021 hatte die Wahlbeteiligung zur selben Uhrzeit bei 32,5 Prozent gelegen. Die Umfragen sehen im Nordosten ein knappes Rennen zwischen SPD und AfD um den Wahlsieg voraus.

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Die Wahllokale wurden um 08.00 Uhr am Sonntag geöffnet. In Rostock wählten allerdings einige Menschen morgens in einem Bus der Straßenbahn AG: Denn der Zutritt zu einem Wahllokal in einer Schule war zunächst nicht möglich. "Für den Fall, dass ein Wahllokal nicht zur Verfügung steht, ist der Einsatz eines Busses vorgesehen", teilte ein Sprecher der Hansestadt auf Anfrage mit. Nach einer halben Stunde konnte demnach das Wahllokal genutzt werden. Zuerst hatte die "Ostsee-Zeitung" über den Vorfall berichtet.

Die endgültige Wahlbeteiligung betrug vor fünf Jahren 70,8 Prozent. Damals fand die Landtagswahl parallel zur Bundestagswahl statt, weshalb die Zahlen nur eingeschränkt vergleichbar sind. Für eine insgesamt höhere Beteiligung in diesem Jahr spricht aber, dass auch bei der Landtagswahl 2016 die Wahlbeteiligung um 14.00 Uhr nur bei 32,8 Prozent gelegen hatte.

In den Umfragen vor der Wahl erreichte die SPD 33 bis 37 Prozent, was etwas weniger wäre als 2021. Die AfD kam in den Befragungen auf 36 bis 38 Prozent. Das wäre eine Verdopplung ihres Ergebnisses von 2021. Mit der AfD will in Schwerin aber keine Partei koalieren.

Denkbar wäre eine rot-rot-grüne Mehrheit, wenn die Grünen es über die Fünfprozenthürde schaffen. In dem Umfragen lagen sie bei um die fünf Prozent. Aktuell regiert die SPD in Mecklenburg-Vorpommern - schon seit 28 Jahren mit wechselnden Koalitionspartnern, seit 2021 gemeinsam mit der Linken. Für eine Fortsetzung des bisherigen rot-roten Bündnisses könnte es aber nicht mehr reichen.

Der CDU droht laut Umfragen ein einstelliges Ergebnis von sechs bis sieben Prozent. Die Linkspartei könnte ihr Ergebnis von 2021 mit neun bis zehn Prozent in etwa halten.

Das BSW lag in den Erhebungen mit drei bis vier Prozent unter der Fünfprozentmarke. Damit ist offen, ob die Partei erstmals in den Schweriner Landtag einziehen wird. Die FDP droht den Wiedereinzug ins Landesparlament den Umfragen zufolge mit weniger als drei Prozent zu verpassen.

Zeitgleich mit Mecklenburg-Vorpommern wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Der Wahlausgang in beiden Bundesländern könnte Auswirkungen auch auf die Bundespolitik haben. Noch am Sonntagabend wollte in Berlin das CDU-Präsidium um Bundeskanzler Friedrich Merz zu Beratungen zusammenkommen.

A.Torres--GBA