US-geführte Anti-Drogen-Initiative unterstützt Sanktionen gegen 24 kriminelle Netzwerke
US-Präsident Donald Trump hat die Mitglieder einer von den USA geführten Anti-Drogen-Initiative aufgerufen, Sanktionen gegen 24 kriminelle Netzwerke zu verhängen. "Ich fordere alle Nationen des 'Shield of America' auf, Drogenterroristen offiziell als gemeinsame Bedrohung für die Stabilität einzustufen", sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) bei einem Treffen von Vertretern des Bündnisses am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. 15 Mitglieder des Bündnisses stimmten Sanktionen gegen die kriminellen Netzwerke zu.
Die 15 Mitglieder unterzeichneten am Dienstag eine Erklärung, derzufolge sie sich mit Visabeschränkungen und dem Einfrieden von Vermögen einverstanden erklären. Bei den Unterzeichnern handelt es sich neben den USA um Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, die Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Guyana, Honduras, Panama, Paraguay, Peru sowie Trinidad und Tobago.
Zuvor hatte Trump in einer Rede vor der UNO erklärt, Drogenkartelle seien "der IS der westlichen Hemisphäre, keine guten Menschen". Es seien "Feinde, die sich im Krieg mit der Zivilisation befinden", sagte der US-Präsident unter Verweis auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat.
Die Initiative "Shield of the Americas" (etwa: Schutzschirm Amerikas) wurde von Trump ins Leben gerufen, um den Drogenhandel und organisiertes Verbrechen in der Region zu bekämpfen.
Zu den 24 Drogennetzwerken gehören insbesondere zwei von Washington als terroristische Organisationen eingestufte Gruppen: Mara Salvatrucha (MS-13) – eine der mächtigsten kriminellen Banden Mittelamerikas – und Tren de Aragua, eine venezolanische Bande, die auch in Kolumbien, Peru und Chile aktiv ist. Auch große mexikanische Kartelle, kolumbianische bewaffnete Gruppen wie die ELN, sowie brasilianischen und peruanische Gruppen zählen dazu.
Guatemala und die USA verkündeten derweil am Dienstag eine neue Allianz, um gemeinsam gegen organisiertes Verbrechen, Drogenkartelle und "Drogenpolitiker" vorzugehen. Während eines Besuchs von neun Staatsanwälten aus verschiedenen Teilen der USA in dem von Gewalt geplagten mittelamerikanischen Land wurde eine entsprechende Erklärung unterzeichnet.
Die Ermittler trafen sich mit Präsident Bernardo Arevalo, der den Kampf gegen die Korruption zur zentralen Aufgabe seiner Amtszeit erklärt hat, sowie mit ranghohen Vertretern der Sicherheits- und Justizbehörden.
Jorgan Andrews, Geschäftsträger der US-Botschaft in Guatemala-Stadt, sagte vor Journalisten, die beiden Länder würden "Drogenhändler, ihre Verbündeten und diejenigen, die ihnen Schutz gewähren - einschließlich der in den Drogenhandel verwickelten Politiker - strafrechtlich verfolgen".
O.Peralta--GBA